Musik

Donnerstag, 6. September 2007

Eine Schweigeminute für Luciano Pavarotti

Luciano Pavarotti, der wohl größte Tenor seit Enrico Caruso, ist heute morgen gestorben.

Der in Modena als Sohn einer Bäckersfamilie geborene Opernsänger erlag einem langen Krebsleiden. Seit mehr als einem Jahr lebte der schwergewichtige Tenor völlig zurückgezogen in seiner Heimatstadt und in New York.

Luciano Pavarotti wurde 71 Jahre alt.

Mittwoch, 11. Juli 2007

Bayern hat seinen eigenen Morrissey

Richtig gehört. Der Münchner Künstler mit dem Namen Perrecy spielt auf seiner Ukulele unglaublich tolle The Smiths/Morrissey-Coverversionen mit phantastischen (teils wörtlich übersetzten) deutschen Texten.

Besonders toll: "Preussisch Blut, bayerisch Herz".

Unbedingt HIER anhören.

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Samstag, 19. Mai 2007

Aus für den Hund

Nach nur einem Album und einer EP verkündete gestern die Band Hund am Strand auf ihrer Homepage ihre Auflösung:

18.05.2007 | Schwere Worte ...
Wie soll man so viele unterschiedliche Gefühle in einem Text transportieren? Die Gerüchte sind wahr, Hund am Strand haben sich aufgelöst. Die Entscheidung fiel in den letzten Tagen, es wurde viel gerungen und diskutiert, jetzt ist es beschlossen. Dem Wunsch nach Neuigkeiten im Gästebuch folgt nun leider diese traurige Nachricht und eine Entschuldigung von Herzen: es tut uns leid; für alle Fans von Hund am Strand, für alle, die uns Tatkräftig unterstützt und begleitet haben, für alle, denen diese Band etwas bedeutet hat. Wer jetzt als erstes denkt „ihr Schweine!“ und sich allein gelassen fühlt, dem sei gesagt, dass es für uns, die Band, natürlich am schwierigsten ist. Dazu gehört zum Beispiel auch, euch diese Mitteilung machen zu müssen.
Wir gehen nicht auseinander, weil wir keinen Erfolg hatten. Im Gegenteil, und das macht die ganze Sache so schwer: die Auflösung der Band erfolgt wegen nicht mehr vereinbarer Wünsche, persönlicher Bedürfnisse und Interessen, wegen unterschiedlicher Ziele und Zukunftsentwürfe. Kurz gesagt: es geht einfach nicht mehr. Aus diesem Grund haben wir uns auch gegen ein Abschiedskonzert entschieden.

Wir sagen danke für spannende, erfahrungsreiche zwei Jahre, für schöne Konzerte von Kiel bis Wien, für Jungen-Mädchen-Choräle und T-Shirt-Schlachten vor der Bühne, für Fanpost, Liebesbriefe und das beste Publikum der Welt. Danke vielmals an Anne, die unsere Fanpage ins Leben gerufen hat, an alle, die uns quer durch Deutschland hinterher gereist sind. Danke auch für die vielen netten Kontakte, die durch die Band ermöglicht wurden: wir hoffen, man sieht sich mal wieder auf dem ein oder anderen Konzert?

Wen es beruhigt: wir sind ja nicht verschwunden aus der Welt... haltet Augen und Ohren offen für unsere neuen Projekte! ;-)

War jut jewesen.
Unvergessen, eure Hund am Strand
Fabian, Marv und Tina

Montag, 16. April 2007

Ja, bitte!

Nur mal so nebenbei: DIE SHOUT OUT LOUDS HABEN EINEN NEUEN SONG!

Freitag, 13. April 2007

Still Burning

Maximo Park präsentieren sich auf ihrem neuen Album „Our Earthly Pleasures“ in bestechender Form.

So langsam haben nun alle Hype-Bands des Jahres 2005 ihre Zweitwerke veröffentlicht. Bloc Party legten mit „A Weekend In The City“ ein sehr gutes und vor allem überraschend anders als erwartet klingendes Album hin. Den Kaiser Chiefs gelang nach dem phantastischen Gute-Laune-Album „Employment“ mit „Yours Truly, Angry Mob“ nur ein recht uninspiriertes und in weiten Teilen schlichtweg missglückter Nachfolger. Ohne Zweifel das gelungenste zweite Album präsentiert Maximo Park, die sich auf „Our Earthly Pleasures“ zwar ziemlich verändert, aber immer noch so erfrischend und kreativ zeigen wie auf ihrem grandiosen Debüt.

Lediglich die vorab veröffentlichte Single „Our Velocity“ klingt noch wirklich nach dem meisterlichen Vorgänger „A Certain Trigger“: Der Song besticht wie damals „Apply Some Pressure“ oder „Graffiti“ durch seine ausgereiften Harmonie- und Tempowechsel sowie seine schier schwindelerregende Zackigkeit.

Deutlich zurückgelehnter, ruhiger und gesetzter geht es auf dem Rest der Platte zu. „Books From Boxes“ – eines der Highlights des Albums – ist so melodieselig wie bisher kaum ein Song des Quintetts aus Newcastle und erinnert unweigerlich an The Smiths. An anderer Stelle ist „Our Earthly Pleasures“ dann eher Brit-Pop als irgendetwas anderes. Das großartige „By The Monument“ zum Beispiel erinnert schwer an einen Pulp-Song aus den mittleren 90ern. Und mit ganz viel gutem Willen hört man auf dem Refrain von „A Fortnight´s Time“ im Hintergrund die Beach Boys durchklingen.

Während sich viele Bands von der Insel vor allem darauf verlegt haben, eingängliche Melodien mit Mitgröl-Refrains zu kombinieren, schadet es nicht, bei Maximo Park einmal genauer auf die Texte zu achten. Hinter den doch tendenziell eher fröhlichen Klängen verbergen sich nun oft sehr ernsthafte Themen. „Karakoe Plays“ beschäftigt sich zum Beispiel mit der Frage, was wäre, wenn ein geliebter Mensch plötzlich eines Abends nicht mehr nach Hause käme: „Oh, I waited up for you/ But you didn´t come back home/ I waited up for you/ Couldn´t you come back home?“. Überhaupt drehen sich viele Songs auf „Our Earthly Pleasures“ um Verlust, Tod und die Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen.

In seinen Texten zeigt sich Paul Smith als ein äußerst tiefsinniger und poetischer Bücherwurm, der den Schriftsteller F. Scott Fitzgerald (der im Booklet zitiert wird) und den Dichter Philip Larkin verehrt und kluge Dinge wie „In the gaps between words are the things/ That really intrigue me./ It´s the gasps and sighs/ That say more about what´s inside of you” (“Girls Who Play Guitars”), singt.

Von allen “England brennt!”-Bands ist Maximo Park diejenige, die die Herausforderung des schwierigen zweiten Albums am souveränsten gemeistert hat. Paul Smith und Co. beweisen auf „Our Earthly Pleasures“ genügend Mut, um neue Wege zu gehen, ohne sich dabei allzu weit zu entfernen von ihrem charakteristischen Sound. Das müssen andere Bands den Herren aus Newcastle erst einmal nachmachen. Eines auf jeden Fall ist klar: Diese Band brennt noch immer!

„Our Earthly Pleasures“ von Maximo Park ist auf WARP Records über Rough Trade erschienen und seit dem 30. März im Plattenladen erhältlich.

Montag, 9. April 2007

Conor Oberst, Teamplayer

Bright Eyes treten auf dem nahezu perfekten Album “Cassadaga” erstmals als Band im klassischen Sinne auf.

“Would you agree times have changed?”, fragt Conor Oberst am Ende des ersten Songs der neuen Bright-Eyes-Platte. Spätestens einen Song später muss man diese Frage vehement bejahen. “Four Winds” ist zugleich der wohl fröhlichste wie auch düsterste Song, den Conor Oberst je geschrieben hat. Im Text stellt der 27-jährige aus Omaha den Sündenpfuhl Babylon direkt neben Jesu´ Geburtsstadt Bethlehem. Begleitet werden die finsteren, beinahe apokalyptischen Worte von einer swingenden Countrymelodie mit fröhlichen Fiedeln und einer zufrieden pfeifenden Orgel. Noch auffälliger als dieser fast paradoxe Kontrast ist aber etwas anderes: Bright Eyes klingen zum allerersten Mal wie eine Band im klassischen Sinne. Bisher waren Bright Eyes ja vor allem Conor Oberst (mal verzweifelt wie auf “Lifted or the Story is in the soil, keep your ear to the ground”, mal hoffend und flehend wie auf “I´m wide awake it´s morning”) und eine Handvoll im Hintergrund agierende Musiker. Dieses Konzept des entrückten Folk-Musikers wird auf “Cassadaga” nun aufgegeben für einen ausgereiften und nahezu perfekten Bandsound, der immer irgendwie mehr oder weniger countrylastig ist. Opulenter als zu Beginn des Albums geht es auf “Hot Knives” zu, wo erstmals ein paar Streicher zum Einsatz kommen, die ein kleiner Vorbote des ausgewachsenen Orchesters sind, das kurz darauf auf “Make a plan to love me” aufgefahren wird, um Textzeilen wie “Life is too short, death doesn´t ask, it don´t owe you that” die nötige Dramatik zu verleihen. Gemächlicher und etwas ruhiger ist das nicht minder grandiose “Soul singer in a session band”, ein Folk-Song von klassischem Zuschnitt. Mittlerweile stehen also auch andere Personen als der Songwriter selbst im Mittelpunkt der Songs aus Obersts Feder, was ihnen - und das ist wirklich der einzige Wermutstropfen an dieser Platte - ein wenig von der Intimität nimmt, die man von den älteren Alben gewohnt ist.
Dennoch ist “Cassadaga” eine konsequente musikalische Weiterentwicklung. Nie zuvor hat Conor Oberst stärkere Songs geschrieben als jetzt. Noch zu Zeiten von “I´m wide awake it´s morning” wurde Oberst als der neue Bob Dylan ausgerufen. Spätestens mit “Cassadaga” hat er sich von dieser schweren Last befreit. Wer in so jungen Jahren bereits ein halbes Dutzend wegweisender Alben vorweisen kann, muss sich nicht mehr an anderen messen lassen, sondern ist vielmehr selbst ein Maßstab geworden.
Überhaupt - allzu verändert klingen Bright Eyes auf “Cassadaga” gar nicht. Immer noch umweht die phantastischen Songs ein Hauch des Geheimnisvollen und Weltvergessenen. “So I have become the Middlman, the gray areas are mine, the in-between, the absentee, is a beautiful disguise”, heißt es dazu passend im Song “Middleman”.
Letzten Endes ist “Cassadaga” ein weiteres Meisterwerk im an Meisterwerken nicht armen Backkatalog von Bright Eyes. Eine Platte, die beinahe überquillt vor Kreativität, die voll gestopft ist mit grandiosen Einfällen, großen Melodien und Texten, die sich so schön lesen wie Gedichte. Ein großer Wurf, eine Offenbarung. Schon jetzt das Album des Jahres 2007.

Dienstag, 3. April 2007

Maximo Park sind zurück

Seit vergangenem Freitag steht "Our Earthly Pleasures", das zweite Album von Maximo Park, in den Plattenläden.
Der Musikexpress widmet der Band aus Newcastle in seiner April-Ausgabe die Titelgeschichte und bespricht die Platte äußerst positiv (5 von 6 Punkte).
Ein wenig anders sieht es bei den Kollegen von intro aus, wo Linus Volkmann feststellt, "Our Earthly Pleasures" sei ein zwar durchaus gelungenes, aber "ein wenig kühles Sequel".
Noch negativer rezensiert Dirk Peitz von der Süddeutschen Zeitung die Platte und beschwört sogar den Untergang eines ganzen Genres. Indierock aus Großbritannien sei am Ende, verkündet er. Ganz unrecht hat Peitz damit sicher nicht. Auf jeden Fall ist seine Rezension (Bitte hier lesen: "Eintragung ins Nichts" - Ha, ein Blumfeld-Zitat!) eine interessante Diskussionsgrundlage.
Allen weniger positiven Besprechungen zum Trotz werde ich mir "Our Earthly Pleasures" dennoch demnächst zulegen, denn hörenswert ist die Platte meiner Meinung nach auf jeden Fall.

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